Geschichte

Cafe Steidl seit Jahrzehnten ein Begriff in Rahlstedt


Im Cafe Steidl, in zentraler Lage in der Bahnhofstraße, kann man in gepflegter Atmosphäre schöne Stunden beim Kaffeeplausch verbringen. Den Gästen steht ein reichhaltiges Sortiment an Konditoreierzeugnissen zur Auswahl für den Genuss im Cafe, aber auch für den Außer Haus verkauf zur Verfügung.


Das Cafe geht auf den Gründer Wenzel Steidl zurück. Er stammte aus Böhmen. Als junger Konditorgeselle war er nach altem und bewährtem Handwerkerbrauch „auf der Walz“. Nach zweijähriger Wanderung quer durch die „deutschen Lande“ und Niederösterreich kam er 1896 nach Hamburg. Hier in der Hansestadt machte er sich im Jahre 1899 in der Bismarckstraße in Eimsbüttel selbständig.
Am 1. Mai 1917 siedelte Wenzel Steidl nach Altrahlstedt über und legte in der Bahnhofstraße den Grundstein für das Cafe, das er über die krisenreichen Jahre nach dem ersten Weltkrieg hinüberretten konnte. In seine Fußstapfen trat auch sein Sohn Franz Steidl, der das Cafe bis weit über die 60er Jahre leitete mit der unermüdlichen Unterstützung seiner Frau Luise.


Nachdem die Beschlagnahme des damaligen Bahnhofshotels (Bahnhof-/Ecke Schweriner Straße) von der britischen Besatzungsmacht aufgehoben wurde, führte Franz Steidl sein Cafe im Parterre des Gebäudes in den Jahren 1948 bis 1951. In diese Zeit fiel die 700-Jahrfeier von Rahlstedt, und die Festlichkeiten wurden hier in den von ihm neu gestalteten schönen Räumen gefeiert.
Beim 50-jährigen Jubiläum des Cafes am 1. Mai 1967 war die Käuferschlange so lang, dass der Verkehr in der Bahnhofstraße umgeleitet werden musste- so erinnert sich die Familie-, und schon lange vor Ladenschluß war alles Gebackene ausverkauft.


Fünf Jahre später konnte schließlich das vergrößerte Cafe im Neubau eingeweiht werden. In der Zwischenzeit hatte Helmut Steidl, der Enkel des Gründers, mit seiner Frau Brigitta die Führung des Hauses in eigener Verantwortung übernommen. Er ist darüber hinaus durch seine zum Wohle seines Heimatortes Rahlstedt unermüdlichen Aktivitäten unvergessen. Ein Jahr vor seinem Tode wurde er 1993 zur Anerkennung seiner Verdienste mit der Wandsbek-Medaille in Silber ausgezeichnet.


1994 ging das Cafe, nunmehr in vierter Generation, an Sohn Frank Steidl über. Im Jahre 2000 hat dieser den Laden sowie das Cafe komplett neu renoviert. In der Zwischenzeit haben sich die Zeiten verändert und die Kunden haben andere Ansprüche, so dass sich das Sortiment vielfältig verändert hat. Besondere Tortendekorationen werden speziell nach Kundenwünschen angefertigt und wenn Firmenjubiläen oder Feiern anstehen werden auch mal Torten in Übergrößen oder besonderen Formen hergestellt. (So zuletzt mit weiteren Konditor-Kollegen ein Hafenschlepper als Kuchen). Hochzeitstorten sind ein muss für jede Konditorei und so bekommen sie nicht nur Standarttorten sondern auch Torten z.B. in Herzform. In der Hoffnung, dass auch die „fünfte Generation“ das Cafe fortführen wird, schauen sie einfach im Cafe vorbei und lassen sich von der Vielzahl des Angebotes inspirieren oder setzen sich ins Cafe bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Torte.